Jökulsarlon

Island – Reisetagebuch eines Traumurlaubs (21.6.-13.7.2012)

Der Gletscher Vatnajökull und die Ostfjorde - Inselrelief im Rathaus von Reykjavik

Der Gletscher Vatnajökull und die Ostfjorde – Inselrelief im Rathaus von Reykjavik

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“Alles auf der Insel ist zu 100 Prozent vulkanischen Ursprungs”, hören wir vom stolzen Fahrer unseres Reisebusses auf der Fahrt nach Landmannalaugar. “54 Prozent des Landes sind Lava- und Steinwüsten. 11 Prozent sind mit Eiskappen bedeckt, davon allein 8 Prozent durch den Gletscher Vatnajökull. In Island gibt es mehr als 30 aktive Vulkane, etwa alle 5 Jahre gibt es eine Eruption”. Leider (?) hatten wir Pech, d.h. keine Eruption. Aber die Folgen sind ja meist auch desaströs. Der Busfahrer war anderer Meinung: “Wenn Sie von einer Eruption hören, lösen Sie das nächstbeste Flugticket und kommen her!”

Reykjavik und Umgebung (links ist Richtung Norden!) - in der Mitte der See Þingvallavatn

Reykjavik und Umgebung (links ist Richtung Norden!) – in der Mitte der See Þingvallavatn

21.06.2012
Anreise Direktflug Stuttgart-Reykjavik mit Air Berlin (Flugzeit 3 ½ Stunden). Zwischen Island und Stuttgart ist im Sommer eine Zeitverschiebung von 2 Stunden (Mitternacht in Reykjavik = 2 Uhr in Stuttgart). Bus-Transfer vom Flughafen Keflavik (der 1951 von den Amerikanern als NATO-Airport angelegt und 2006 den Isländern überlassen wurde) nach Reykjavik (50 km) ins Hotel Odinsve Fahrt durch gespenstische öde Lavalandschaft im Dämmerlicht – Schock! Man könnte denken: als Urlaubsziel völlig ungeeignet, wenn man nicht noch die tollen Bilder aus der Urlaubsplanung im Kopf hätte! Ankunft weit nach Mitternacht Ortszeit (2 Stunden plus in D) am BSI-Busbahnhof am Stadtrand. Weiter mit Taxibus ins Hotel.

Trostlose Lavawüste im Süden der Halbinsel Reykjanes in Südwestisland

Trostlose Lavawüste im Süden der Halbinsel Reykjanes in Südwestisland

Lavawüste im Südwesten - mit GIMP etwas dramatisiert!

Lavawüste im Südwesten – mit GIMP etwas dramatisiert!

22.06.-24.06.2012
3 Übernachtungen im Hotel Ódinsvé im Zentrum Reykjaviks. Schönes kleines Hotel (aber wir hatten ein zu kleines Zimmer mit schmalem Bett). Nettes Restaurant dient auch als Frühstücksraum – sehr reichliches und gutes Frühstück vom Büffet.

Hotel Ódinsvè

Hotel Ódinsvè – http://www.hotelodinsve.is

In Reykjavik leben über 200.000 Menschen – zwei Drittel der isländischen Bevölkerung. Es ist die Stadt mit dem weltweit höchsten Autoaufkommen pro Kopf. Es war aber nicht so schlimm, wie wir dachten. Ein nettes Städtchen!

Das Ingólfur Arnarson Denkmal in Reykjavik. Mit ihm begann zwischen 870 und 930 die Landnahme Islands.

Das Ingólfur Arnarson Denkmal in Reykjavik. Mit ihm begann zwischen 870 und 930 die Landnahme Islands.

22.06.2012
Unternehmungen in der Stadt – Orientierung, sich treiben lassen…

Solche Häuser gibt es in der Stadtmitte eine ganze Menge

sc Solche Häuser gibt es in der Stadtmitte eine ganze Menge

Haus in Reykjavik

Haus in Reykjavik

Die Strandpromenade von Reykjavik mit dem Wikingerboot im Abendlicht

Die Strandpromenade von Reykjavik mit dem Wikingerboot im Abendlicht

Das moderne Reykjavik an der Strandpromenade

Das moderne Reykjavik an der Strandpromenade

Das moderne Reykjavik an der Uferpromenade

Das moderne Reykjavik an der Uferpromenade

Stadtbummel, Liegestühle auf Rollrasen, Lamm-Essen am Hafen…

Lammessen in einem Arbeiterrestaurant am Hafen

Lammessen in einem Arbeiterrestaurant am Hafen

Lammgericht im Hafenrestaurant

Lammgericht im Hafenrestaurant

Shopping (Einkaufsstraße Laugavegur).

Shopping in Reykjaviks Zentrum

Shopping in Reykjaviks Zentrum

Die beeindruckende Kirche Hallgrimskirkja, deutsches EM-Spiel angeschaut, Stadtsee Tjörnin mit Rathaus (Reliefmodell der Insel), Uferpromenade, Leuchtturm, Konzerthalle Harpa, Essen im Hummerhusid (!).

Meerblick mit Leuchtturm in der Abendsonne

Meerblick mit Leuchtturm in der Abendsonne

Humarhúsið - http://humarhusid.is/

Humarhúsið – http://humarhusid.is/

Es gab zu viel zu sehen, z.B.die alles überragende Kirche Hallgrimskirkja, deren Fassade vulkanischen Basaltsäulen nachempfunden ist – auch drinnen sehr schlicht, aber eindrucksvoll!

Hallgrimskirkja in Reykjavík

Hallgrimskirkja in Reykjavík

Vor der Hallgrims-Kirche in Reykjavík steht ein Denkmal für Leif Eriksson, einen der berühmtesten Wikinger in Islands Geschichte und den wahrscheinlich ersten Europäer, der Nordamerika entdeckte. Auf der Rückseite des Denkmals steht in englischer Sprache: “Leif Eriksson, Sohn Islands, Entdecker Vinlands. Die Vereinigten Staaten von Amerika dem isländischen Volk zum eintausendsten Jahrestag des Althings im Jahre 1930.”

Vor der Hallgrims-Kirche in Reykjavík steht ein Denkmal für Leif Eriksson, einen der berühmtesten Wikinger in Islands Geschichte und den wahrscheinlich ersten Europäer, der Nordamerika entdeckte.
Vor der Hallgrims-Kirche in Reykjavík steht ein Denkmal für Leif Eriksson, einen der berühmtesten Wikinger in Islands Geschichte und den wahrscheinlich ersten Europäer, der Nordamerika entdeckte.
Vor der Hallgrims-Kirche in Reykjavík steht ein Denkmal für Leif Eriksson, einen der berühmtesten Wikinger in Islands Geschichte und den wahrscheinlich ersten Europäer, der Nordamerika entdeckte.23.06.2012

Leihwagen in Reykjavik (Budget/BSI-Busbahnhof am Stadtrand, 15 Minuten Fußweg vom Hotel Odinsve) abgeholt – ein roter Golf TDI (upgrade, weil der gebuchte Kleinwagen nicht verfügbar war – so ein Glück!!).

Fahrt zurück bis kurz vor dem Flughafen Keflavik, dort in einem Hotel rechts von der Hauptstraße (Alex-Motel Keflavik) Schlüssel und Bettwäsche für beide Ferienwohnungen organisiert.

“Reykjanesskagi ist eine stiefelförmige Halbinsel im äußersten Südwesten von Island, südwestlich der Hauptstadt Reykjavík. Der Name bedeutet Reykjanes-Halbinsel, wobei Reykjanes (deutsch „Rauchspitze“ oder „Rauchhalbinsel“) heutzutage meist nur die äußerste Südwestspitze, gewissermaßen die Ferse des Stiefels bezeichnet. Über Island verläuft die Grenze zweier sich mit einer Geschwindigkeit von über 2 cm im Jahr voneinander entfernenden Kontinentalplatten, der eurasischen und der amerikanischen Platte. Die Halbinsel Reykjanes im Südwesten Islands befindet sich direkt über der Riftzone…Eine touristische Kuriosität stellt die sog. Brücke zwischen den Kontinenten dar, die über eine Spalte in der Nähe der Gunnuhver führt. Eine Schautafel erläutert vor Ort ausführlich den Effekt der Plattenverschiebung anhand des Beispiels Island. Plattenverschiebungseffekte sind auch die häufigen Erdbeben am See Kleifarvatn, die u.A. in regelmäßigen Abständen bewirken, dass der See langsam auszutrocknen scheint, weil sich unter ihm Spalten öffnen, die sich dann aber wieder schließen, so dass er sich wieder füllt.” (Wikipedia)

Erster Ausflug über die Straße 45 entlang der Küste zum Leuchtturm Garðskagi. Garðskagi ist nur 10 Minuten vom internationalen Flughafen Leifur Eiriksson, 20 Minuten von der „Blauen Lagune“ und 40 Minuten von Reykjavik Zentrum entfernt. Wir gerieten zufällig in ein Fest – das Sonnenuntergangsfest vom 21.-24.6.2012 (Termine wechseln, 2013 vom 27.-30.Juni). Viele Wohnmobile und Camper… Leider wußten wir von den gigantischen Sonnenuntergängen hier am Meer nichts. Wir aßen und tranken und kamen mit Einheimischen ins Gespräch und wanderten dann am Strand entlang. Schöner Einstieg in ein freundliches Land.

Der Leuchtturm Garðskagi

Der Leuchtturm Garðskagi

Anschließend Strandwanderung mit agressiven Küstenseeschwalben, die (Schein?)angriffe auf uns flogen – ganz schön heftig! Weiterfahrt entlang der WeskKüste der Halbinsel Reykjanes (Straße 429/425) über Sandgerði und Hafnir nach Grindavik an der Südküste.

Hvalsneskirkja

Hvalsneskirkja

Weiter südlich treffen wir in der Bucht Stóra-Sandvík fast an der Südwestspitze der Halbinsel auf die “Brücke zwischen zwei Kontinenten”. Die Brücke überspannt eine größere Lavaspalte – auf der einen Seite die eurasische, auf der anderen die amerikanische Kontinentalplatte, die auseinanderdriften – begleitet von Erdbeben und Vulkanismus quer über die Insel.

Zur Brücke zwischen zwei Kontinenten hier entlang!

Zur Brücke zwischen zwei Kontinenten hier entlang!

Die Spalte zwischen der eurasischen und der amerikanischen Kontinentalplatte - über die Brücke kann man zwischen den Kontinenten wechseln.

Die Spalte zwischen der eurasischen und der amerikanischen Kontinentalplatte – über die Brücke kann man zwischen den Kontinenten wechseln.

Endlich: Die Brücke!

Endlich: Die Brücke!

Das mit 20 m Durchmesser größte Schlammloch Islands,Gunnuhver, an der Südküste, haben wir leider verpasst.

Von Grindavik geht es weiter die Straße 43 nach Norden durch öde Lavafelder zur blau-milchigen von Bussen angefahrenen Touristenattraktion “Blue Lagoon”. Trotzdem lohnenswert. Hier haben wir gebadet, uns mit weißem Schlamm eingerieben, Bier im Plastikbecher im Wasser getrunken! Ein geiles Badeerlebnis, wenn auch sehr touristisch! Die blaue Farbe (des Wassers) kommt von der Kieselsäure. Die Lagune (eigentlich ein abgegrenzter Teil eines industriellen  Abwasserbeckens!) ist 37-42 Grad warm, sehr mineralhaltig und hat eine heilende Wirkung bei Hautkrankheiten. Meine Kamera hatte ich nicht mit reingenommen, deshalb hier nur das Abwasserbecken nebenan: Wahrscheinlich hab ich hier die Beschichtung meiner Brille ruiniert.

Blue Lagoon - das industrielle Alltagsgesicht nebendran

Blue Lagoon – das industrielle Alltagsgesicht nebendran

Die Blaue Lagune

Die Blaue Lagune – hinter der Touristenkulisse ein industrieller Abwassersee (trotzdem toll!)

Zurück geht’s über die Straßen 43 und 41 nach Reykjavik.

24.06.2012
Wir verlassen Reykjavik für die nächsten 2 1/2 Wochen.

Bei diesem Schild heißt es: Achtung, Schotterstraße!

Bei diesem Schild heißt es: Achtung, Schotterstraße

Fahrt von Reykjavik über die 41 Richtung Keflavik, nach Hafnarfjördur geht es dann links ab auf die 42 in den Süden der Halbinsel Reykjanes. Nach einigen Kilometern erste unasphaltierte Pistenfahrt mit ordentlich respekteinflössender Steigung, Blindihead (unübersichtliche Straßenkuppe – gibt es in Island öfter) und steilem Gefälle auf Schotter. Weiter vorbei am See Kleifarvatn, der genau auf dem mittelantlantischen Rücken liegt.

“Der größte See der Umgebung, der Kleifarvatn, begann nach einem schweren Erdbeben 2000 plötzlich zu schrumpfen und teilweise im Boden zu versickern. Inzwischen hat er sich aber wieder ziemlich gefüllt. Die Spalten unter ihm haben sich offensichtlich wieder geschlossen. Der See ist bekannt für solche Vorgänge.” (Wikipedia)

Am See Kleifarvatn

Am See Kleifarvatn

Vom Kleifarvatn ging’s weiter zum Hochtemperaturfeld Krýsuvík-Seltún. Es liegt im Süden der Halbinsel an der Straßenkreuzung 42 und 427 auf der Grabenbruchzone des Mittelatlantischen Rückens, die Island diagonal von Südwest nach Nordost durchzieht. Besichtigung der Solfatare (Schlammtöpfe) und der Ausblick nach einem kleinen, etwas mühsamen, Aufstieg lohnen. Oben auch heiße brodelnde Quellen. Der Hölle nahe – unter dem Hochtemperaturgebiet liegt der heißeste Ort Islands!

Solfataren bei Krýsuvík-Seltún

Solfataren bei Krýsuvík-Seltún

Solfataren sind 100 bis zu 250 °C heiße postvulkanische Exhalationen von Gasen, die hauptsächlich Schwefelwasserstoff (H2S), Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasserdampf enthalten. Bei Kontakt mit Luftsauerstoff oxidiert der Schwefelwasserstoff und bildet elementaren Schwefel und Schwefeldioxid, das sich in Wasser löst und schweflige Säure (H2SO3) bildet. Diese Säure greift das Gestein und den Boden an und bewirkt zusammen mit dem heißen Wasserdampf die Zersetzung der mineralischen Bestandteile. Durch diese Zersetzung und Kondensation von Wasserdampf bilden sich häufig Schlammkessel, in denen die Gase unter Blasenbildung austreten.” (Wikipedia)

Das Hochtemperaturfeld Krýsuvík-Seltún

Das Hochtemperaturfeld Krýsuvík-Seltún

Der Hölle nahe: Hochtemperaturfeld Krýsuvík-Seltún

Der Hölle nahe: Hochtemperaturfeld Krýsuvík-Seltún

Dann fuhren wir weiter über die Straßen 427 und 38 zur “Gartenstadt” Hveragerði. Sie ist bekannt für Gewächshäuser, die mit Erdwärme beheizt werden. Hier werden Gemüse und alle möglichen Früchte, u.a. Bananen, unter Glas angebaut. Weiter die Ringstraße 1 über Sellfoss, die größte Stadt der Südküste, dann die 35 und 37 Richtung Laugarvatn zu unserer ersten Ferienwohnung „Bestabol“, am Hang gelegen zwischen Laugavatn und Geysir. An der Tankstelle Laugavatn erster Schock, weil wir (meinten wir) im Automaten einen zu hohen Betrag mittels Visakarte eingegeben hatten – der Automat war aber klüger als wir: Es wird nur abgebucht, was getankt wird! Einkauf des Nötigsten und schlechter Imbiss mit Hamburger und Pommes in der Tanke (während aufgestuhlt wurde). Einzug ins Ferienhaus Bestabol – wunderbare Aussicht auf mehrere Gletscher am anderen Ende der Ebene! Glücklich, angekommen zu sein. Nur das Bett war mit 1,40 m zu schmal.

Ferienhaus Bestabol

Ferienhaus Bestabol

Die fantastische Aussicht auf die Gletscher-Reihe

Die fantastische Aussicht auf die Gletscher-Reihe

Ferienhaus Bestabol (Hot Pot und Saunahaus)

Ferienhaus Bestabol (Hot Pot und Saunahaus)

Ferienhaus Bestabol in einer grünen Ferienhaussiedlung oberhalb des Laugarvatn

Ferienhaus Bestabol in einer grünen Ferienhaussiedlung oberhalb des Laugarvatn

25.06.2012
Einrichten, Baden im Hot Pot !), Fahrt nach Sellfoss zum Großeinkauf, Kaffee in der „Konditorei“ genannten Allerweltsbäckerei (wo wird eigentlich das leckere Brot gebacken?).

26.06.2012
Fahrt zum Geysir Strokkur im Haukadalur, längerer Aufenthalt mit “Fotoanstand” beim 20 Meter hoch spuckenden Geysir und dem brodelnden kleinen Bruder „Littli Geysir“. Es gibt nur diese beiden auf Island!

Der Geysir Strokkur spuckt ca. alle 10 Minuten heißes Wasser

Der Geysir Strokkur spuckt ca. alle 10 Minuten heißes Wasser

Strokkur - der große Geysir

Strokkur – der große Geysir

Der Littli Geysir übt noch!

Der Littli Geysir übt noch!

Weiter zum Wasserfall Gullfoss (nette Geschichte mit der Bauerstochter Sigridur Tómasdottir, die angeblich mit ihrer Drohung, sich in den Wasserfall zu stürzen, den Wasserfall vor der Energielobby gerettet hat und dafür heute verehrt wird).

Der Gullfoss

Der Gullfoss

Gullfoss im Sprühnebel

Gullfoss im Sprühnebel

F-Piste -nur für Allradantriebe geeignet!

F-Piste -nur für Allradantriebe geeignet!

Weiterfahrt ins Hochland auf der ziemlich abenteuerlichen Piste (F)35 bis zum Gletschersee Hvítárvatn am Fuss des Gletschers Langjökull. Wanderversuch Richtung Gletscher bei Regen, Nebel und wegen Mückenüberfall schon bald kläglich abgebrochen. Rückfahrt nach Bestabol.

Hochlandpiste

Hochlandpiste

Brücke im Hochland am Gletschersee Hvítárvatn

Brücke im Hochland am Gletschersee Hvítárvatn

Im Hochland beim Gletschersee Hvítárvatn

Im Hochland beim Gletschersee Hvítárvatn

27.06.2012

Fahrt von Laugavatn über die 365 am See Þingvallavatn vorbei nach Þingvellir, einem UNESCO-Weltkulturerbe.

Þingvallavatn

Þingvallavatn

Der See Þingvallavatn liegt mitten in der Grabenbruchzone des mittelatlantischen Rückens, die sich diagonal von Südwesten nach Nordosten über Island hinzieht. Deshalb findet man in der Gegend sehr viele kleinere und größere Spalten, die in Island Gjá genannt werden. Die größte ist die Almannagjá (die Allmännerschlucht”) in Þingvellir.

 

Þingvellir-Besichtigung. “Isländisch „Þing“ (Thing) bedeutet Volksversammlung, gesprochen ähnlich wie „think“ im Englischen, nicht wie das sprachlich eigentlich verwandte englische „thing“; isl. „völlur“ bedeutet Feld, Pl.„vellir“: Felder; Ebene, gesprochen etwa: „wettlir“, also: [θiŋkvetlir]. Die Übersetzung des ganzen Begriffs müsste also lauten: Ebene der Volksversammlung. Þingvellir war die frühere Thingstätte, in der über Gesetze abgestimmt wurde (Allmännerschlucht). 1944 wurde hier die Republik Irland ausgerufen. (Wikipedia)

Hier ist die Kontinentalverschiebung zwischen der europäischen und der amerikanischen Kontinentalplatte mit Händen zu greifen – immer noch aktiver Vulkanismus. Die dadurch entstandene Spalte hat sich in den letzten 9000 Jahren um 70m verbreitert und um 40m abgesenkt.

Pingvellir - aus dem Graben fotografiert mit Blick auf die amerikanische Kontinentalplatte

Die Abbruchkante in Þingvellir – aus dem Graben fotografiert mit Blick auf die amerikanische Kontinentalplatte!

Ausrufung der Republik Island in Þingvellir 1944 - vorne die Allmännerschlucht (Foto einer Reproduktion)

Ausrufung der Republik Island in Þingvellir 1944 – vorne die Allmännerschlucht (Foto einer Reproduktion)

In Þingvellir befindet sich auch der Sommersitz der Ministerpräsidentin mit hübscher Kapelle.

Sommersitz der Ministerpräsidentin

Sommersitz der Ministerpräsidentin

Kapelle in Þingvellir

Kapelle in Þingvellir

Wanderung über die allgegenwärtigen Risse der Kontinentalverschiebung wg. Regen abgebrochen. Rückfahrt mit Umrundung des Sees Pingvallavatn – sehr beeindruckend – auch bei schlechtem Wetter: größter natürlicher See Islands.

28.06.2012
Heute geht’s an die Südküste über die 37 und 35 via Sellfoss nach Stokkseyri – über den Ort und See Laugarvatn, hinter dem unser Ferienhaus liegt. Dort gibt es heiße Quellen und ein Thermalbad.

Heiße Quellen am Laugarvatn

Heiße Quellen am Laugarvatn

Häuser in Laugarvatn

Häuser in Laugarvatn

Über Sellfoss kommen wir nach Stokkseyri an der Südküste zum „Lobster“-Essen – nicht, was man bei uns unter Lobster versteht (siehe Foto unten), serviert mit ungeschälten Kartoffeln – lecker! Geistermuseum, alte Fischerhütte, Deichwanderung an Ferienhäusern vorbei, Weiterfahrt zum Nachbarort Eyrarbakki (viele alte Häuser aus der Zeit 1890-1920), kurze Runde, verlassenes Organic Café am Strand, Seefahrerdenkmal, Rückfahrt ins Ferienhaus Bestabol.

Lobstermenü

Lobstermenü

Die Reste landen gleich im Eimer

Die Reste landen gleich im Eimer

Trolle im Geistermuseum

Trolle im Geistermuseum

 

Das war mal ein Organic Café

Das war mal ein Organic Café

Geothermie und Lupinen

Geothermie und Lupinen

Mitternachtsstimmung am Ferienhaus Bestabol

Mitternachtsstimmung am Ferienhaus Bestabol

29.06.2012
J. macht mit dem Bus einen Ausflug von Sellfoss nach Landmannalaugar – S. genießt den Tag im Ferienhaus.

Landmannalaugar ist ein Gebiet nahe dem Vulkan Hekla im Südwesten. Die Gegend gilt als eine der schönsten der Insel, was sie vor allem den zahlreichen vulkanischen Erscheinungen und nicht zuletzt den sehr farbigen Bergen (Rhyolithgestein) zu verdanken hat. L. ist ein wunderschönes Traumziel im Hochland – ein absolutes Muss!!! Abenteuerliche Anfahrt mit dem Bus von Reykjavik Excursions bei miesem Wetter mit vielen Furten und einer Piste, die keinen Gegenverkehr zulässt, durch die gespenstischen schwarzen Lavawüsten des Hekla-Vulkans. Er bricht alle 10 bis 80 Jahre aus, im 20. Jahrhundert 5 mal – der letzte Ausbruch war im Jahr 2000.

Die Sonne kam  pünktlich bei der Ankunft in Landmannalaugar raus und blieb fast die ganze Zeit! Glücksgefühle in unbeschreiblich farbiger Vulkan-Landschaft (wegen des Rhyolithgesteins)! 590 m ü. N.N.

Der Vulkan Hekla und seine Lavawüste

Der Vulkan Hekla und seine Lavawüste

Auf dem Weg nach Landmannalaugar

Auf dem Weg nach Landmannalaugar

Hochlandpiste nach Landmannalaugar

Hochlandpiste nach Landmannalaugar

Schöne Aussichten zum Fotografieren in Landmannalaugar!

Suppenküche – schöne Schöne Aussichten zum Fotografieren in Landmannalaugar!

Anreise nach Landmannalaugar von hinten links nach vorne rechts - ein Erlebnis!

Anreise nach Landmannalaugar von hinten links nach vorne rechts – ein Erlebnis!

Hier im Basiscamp kommen alle an.

Hier im Basiscamp kommen alle an.

Campingplatz ohne einen einzigen Baum - aber wie aus dem Farbkasten!

Campingplatz ohne einen einzigen Baum – aber wie aus dem Farbkasten!

Nur noch staunen!

Nur noch staunen!

Der Hammer So was Schönes!

Der Hammer So was Schönes!

Nicht auszudenken, wenn es neblig gewesen wäre!

Nicht auszudenken, wenn es neblig gewesen wäre!

Alles Lava!

Alles Lava!

Und immer noch dampft es!

Und immer noch dampft es!

Farben ohne Ende!

Farben ohne Ende!

Blick von oben auf die erkaltete Lava

Blick von oben auf die erkaltete Lava

Leuchtendes Rhyolithgestein am Aufstieg zum Vulkan Brennisteinsalda

Leuchtendes Rhyolithgestein am Aufstieg zum Vulkan Brennisteinsalda

Was für eine Aussicht!

Was für eine Aussicht!

Schon beim Abstieg

Schon beim Abstieg

Wieder unten angekommen nach 3 1/2 Stunden Wanderung durch eine Traumlandschaft!

Wieder unten angekommen nach 3 1/2 Stunden Wanderung durch eine Traumlandschaft!

Viele Furten waren noch zu durchfahren bis wir wieder unten auf der Ringstraße ankamen.

Viele Furten waren noch zu durchfahren bis wir wieder unten auf der Ringstraße ankamen.

Auf der Rückfahrt ins Ferienhaus am Laugavatn

Auf der Rückfahrt ins Ferienhaus am Laugavatn

Abendessen für 2 Personen!

Abendessen für 2 Personen!

30.06.2012
Über die Ringstraße via Hella erreichen wir die Bushaltestelle an der Tankstelle in Hvölsvöllur – Startpunkt einer wunderbaren Busfahrt mit Reykjavik Excursions ins Hochland zum zerklüfteten und bewaldeten Bergrücken Þórsmörk (auch Thorsmörk, isl. Wald des Thor) – nicht versäumen! Das Tal wird an drei Seiten von Gletschern eingeschlossen, da am oberen Talabschluss im Südosten noch der Mýrdalsjökull in den Himmel ragt. Das birgt einerseits die Gefahr von Gletscherläufen, andererseits aber bedingt es – ähnlich wie in Skaftafell – ein angenehmes Kleinklima  mit mehr Sonnentagen als im restlichen Südisland. Der Name gilt nicht für das gesamte Tal, sondern nur den nördlich begrenzenden Höhenzug, während die Talseite südlich des Gebirgsflusses als Goðaland (Land der Götter) bezeichnet wird. Þórsmörk wird aber meist als Bezeichnung für das gesamte Tal verwendet.

Der Seljalandsfoss

Der Seljalandsfoss

Durch Landschaften von Gletscherfluten, vorbei am Eyjafjallajökull – der Bus hielt genau dort, wo früher die Gletscherlagune war – der Ausbruch am 14.04.2010 spülte alles weg! Auf dem Gipfel hatte sich eine 200 m breite Spalte geöffnet, eine 200 m dicke Eisschicht schmolz und schoss dann in die Tiefe! Ein beklemmendes Gefühl angesichts dieser Naturgewalten! Hier wenigstens ein Foto vom Foto des Ausbruchs vom berühmten Eyjafjallajökull (ɛɪjaˌfjatl̥aˌjœkʏtl̥) der 2010 den Flugverkehr in Europa lahmlegte und die Nachrichtensprecher/innen ins Stottern brachte:

Ein Photo von einem Plakat abfotografiert und mit GIMP noch dramatisiert

Ein Photo von einem Plakat abfotografiert und mit GIMP noch dramatisiert

… und das, was davon nach dem Ausbruch übrig blieb, fotografiert auf der Busfahrt nach Þórsmörk im südlichen Hochland:

Der Eyjaffjallajökull - ohne den 2010 weggespülten Gletschersee

Der Eyjaffjallajökull – ohne den 2010 weggespülten Gletschersee

Mein Reisebus - Pause am Rand der früheren Gletscherlagune

Mein Reisebus – Pause am Rand der früheren Gletscherlagune

Diese letzte Furt vor Þórsmörk ist nur noch für Busse und Monster-Jeeps passierbar!

Diese letzte Furt vor Þórsmörk ist nur noch für Busse und Monster-Jeeps passierbar!

 

... und dann diese Idylle: Campingplatz in Þórsmörk

… und dann diese Idylle: Campingplatz in Þórsmörk

Þórsmörk - Ausblick nach einer anstrengenden Klettertour

Þórsmörk – Ausblick nach einer anstrengenden Klettertour

Furten in Þórsmörk

Furten in Þórsmörk

Þórsmörk mit Blick auf die Sandurflächen (oben rechts)

Þórsmörk mit Blick auf die Sandurflächen (oben rechts)

01.07.2012
Abreise aus Bestabol, Fahrt über die Ringstraße am Wasserfall Skogarfoss (25 m breit, 62 m tief) vorbei zum Vogelfelsen von Dyrhólaey (südlichster Punkt Islands) und zu den Felsen von Vík í Mýrdal (dt. „Bucht am sumpfigen Tal“), der südlichste Ort Islands. Der Ort hat einen berühmten Strand mit schwarzem Lavasand aufzuweisen. 1991 wurde der Strand vom „Islands Magazine“ zu einem der 10 schönsten Strände der Welt gewählt. Am Strand gibt es schwarze Felsnadeln – die Reynisdrangar, „Skessudrangur“, „Landdrangur“ und „Langsamur“. Die Legende berichtet, dass Trolle ein Schiff ans Land bringen wollten und dabei versteinert worden seien. (Wikipedia)

Küstenlandschaft vor Vík í Mýrdal

Küstenlandschaft vor Vík í Mýrdal

Der schwarze Lavastrand bei Vik

Der schwarze Lavastrand bei Vik

Strand bei Vik vom Vogelfelsen aus

Strand bei Vik vom Vogelfelsen aus

Vogelfelsen Dyrhólaey

Vogelfelsen Dyrhólaey

Felsen bei Vik/ Dyrhólaey mit den versteinerten Trollen im Hintergrund

Felsen bei Vik/ Dyrhólaey mit den versteinerten Trollen im Hintergrund

Versteinerte Trolle im Meer bei Vik

Versteinerte Trolle im Meer bei Vik

Hinter Vik geht es weiter durch die gespenstischen riesigen Sandurflächen vergangener (und auch immer wieder vorkommender) Gletscherläufe als Folge von Vulkanausbrüchen, die das Gletschereis zum Schmelzen brachten und mit ungeheurer Wucht zu Tal donnerten. Es geht durch den Mýrdalssandur zu Füßen des Gletschers Myrdalsjökull auf der 1 weiter nach Kirkjubæjarklaustur – einzige unwirtliche Möglichkeit zu einer Fast-Food-Imbiß-Pause und Kaffee aus dem Becher.

Dann weiter durch das Eldhraun (zu deutsch die “Feuerlava”), ein etwa 565m² großes erkaltetes Lavafeld. Es entstand in den Jahren 1783 und 1784 nach einem rund 8 Monate andauernden heftigen Ausbruch der Lakagígar-Vulkanreihe, einem der heftigsten belegbaren Ausbrüche historischer Zeit, wo über 12km³ flüssiges Gestein aus der Erde an die Oberfläche gelangten.

Und schließlich durch die Skeiðarársandur. Sie bedeckt eine Fläche von 1000 km², ihre Küstenlinie  ist 56 km lang. Eine gespenstisch anmutende Strecke zwischen Vik und unserem Ziel Skaftafell.

Der Vatnajökull - Europas größter Gletscher - mit den riesigen Schwemmflächen (Sandur) von Gletscherläufen

Der Vatnajökull – Europas größter Gletscher – mit den riesigen Schwemmflächen (Sandur) von Gletscherläufen

Sandurflächen unterhalb des Vatnajökull

Sandurflächen unterhalb des Vatnajökull

Abends Ankunft im Fosshotel Skaftafell, in dem wir 3 Nächte gebucht hatten. Schlechtes Wetter!

Fosshotel Skaftafell

Fosshotel Skaftafell

02.07.2012
Wanderung bergauf zum Basaltwasserfall Svartifoss mit seiner Basaltorgel. Basalt ist das weltweit am häufigsten vorkommende Lavagestein.

Der Wasserfall Svartifoss mit seinen Basaltsäulen

Der Wasserfall Svartifoss mit seinen Basaltsäulen

Der Svartifoss

Der Svartifoss

Gletscherlandschaft bei Skaftafell

Gletscherlandschaft bei Skaftafell

Weiter gewandert zum Gletscherrand des Skaftafelljökull. Leider zog Nebel auf und es begann zu regnen. Abstieg und Rückkehr ins Hotel.

Skaftafellsjökull

Skaftafellsjökull

03.07.2012
Ausflug zum Jökulsárlón-Gletschersee, auf dem Weg schon mal Appettit geholt an der Gletscherlagune Fjallsárlón am Fuß des Öræfajökull. Im Vulkanmassiv des Öræfajökull liegt der Hvannadalshnúkur ['kʰvanːataˑlsˌn̥uːkʏr̥] – mit 2.110 m der höchste Gipfel Islands.

Gletscherlagune Fjallsárlón

Gletscherlagune Fjallsárlón

Die Brücke an der Gletscherlagune Fjallsárlón konnte den Wassermassen nicht standhalten!

Die Brücke an der Gletscherlagune Fjallsárlón konnte den Wassermassen nicht standhalten!

Dann endlich, leider bei bedecktem Himmel, Fahrt auf der Lagune mit dem Amphibienboot (großartig, blau schimmerndes Eis und Robben!), danach nach Höfn zum Hummeressen direkt am Hafen – “Lobster” satt – saugut!

Amphibienboot

Amphibienboot

Jökulsárlón

Jökulsárlón

Jökulsárlón

Jökulsárlón

Lobsteressen in Höfn - Tipp: anders als hier abgebildet nur die Schwänze bestellen, weniger Fummelei!

Lobsteressen in Höfn – Tipp: anders als hier abgebildet nur die Schwänze bestellen, weniger Fummelei!

04.07.2012
Abreise vom Fosshote Skaftafell. Zum zweiten Mal erleben wir Jökulsárlón (diesmal bei herrlicher Sonne mit Eisbergen am Strand – unwirklich schön!), Mittagessen zum zweiten Mal mit Hummer in Höfn!

Gestrandete Eisberge

Gestrandete Eisberge

Der Abfluss des Jökulsárlón von der Meerseite aus

Der Abfluss des Jökulsárlón von der Meerseite aus

Abfluss des Jökulsárlón ins Meer

Abfluss des Jökulsárlón ins Meer

Eisberge treiben ins Meer

Eisberge treiben ins Meer

 Die Gletscherlagune Jökulsárlón

Die Gletscherlagune Jökulsárlón

Humarhöfnin - Languste satt!

Humarhöfnin – Languste satt!

Mit vollem Bauch ging es genussvoll weiter auf der Ringstraße 1 Richtung Nordwesten.

Auf dem Weg in die Ostfjorde

Auf dem Weg in die Ostfjorde

Über die Ringstraße 1 fuhren wir Richtung Tagesziel Egilsstaðir, an wunderschönen Fjorden vorbei, teilweise über Schotterpiste und eine steile Passstraße (es hätte auch einen Tunnel gegeben!).

Farmhouses im Südosten

Farmhouses im Südosten

Djúpivogur ist eine hübsche kleine Stadt mit Handel seit 1589 (Deutsche Hanse!) und einer langen Fischereigeschichte, die in einem Gebiet von unvergleichlicher natürlicher Schönheit liegt. Langabud, das älteste Haus in Djúpivogur, ist aus Baumstämmen hergestellt und wurde im Original im Jahr 1790 gebaut.

Langabud (1790)

Langabud (1790)

Ostfjorde

Ostfjorde

Die Ringstraße 1 geht es weiter bis Breiðdalsvík, dann biegen wir von der 1 ab auf die 96 entlang der Fjorde. In Reyðarfjörður treffen wir wieder auf die 1. Über den Tunnel zwischen Fáskrúðsfjörður und Reyðarfjörður wäre es schneller gegangen, aber nicht so schön!

Abends beziehen wir unser Zimmer im Farmhotel Eyvindará (www.eyvindara.is) am Rande von Egilsstaðir, der Stadt im Grünen mit viel aufgeforstetem Wald. Wir staunen: Ganz viel Bäume und sehr grün – ein völlig anderes Island! Im Farmhotel gutes Abendessen mit Selbstbedienung: Suppe, Fisch und oberleckeren Rhabarbercrumble!

Farmhotel Eyvindará

Farmhotel Eyvindará

05.07.2012
Packen, gutes Frühstück, Abschied von Egilsstadir. Abstecher, entlang am langen See Lögurinn/Lagarfljót. Er ist 35 km lang, bis zu 2,5 km breit, 112 m tief. Die Sage will es, dass im See ähnlich wie in Loch Ness ein Ungeheuer lebt, das Lagarfljótsormurinn, Lagarfljótwurm, genannt wird. Ein Schiff mit selben Namen verkehrt im Sommer auf dem See.

Am südlichen Ende liegt der Doppel-Wasserfall Hengifoss/Litlanesfoss. Der Aufstieg zum rot gestreiften Wasserfall Hengifoss ist nach dem reichlichen Frühstück eine tolle, schweißtreibende, aber lohnende Wanderung hoch zu den zwei Wasserfällen (Ca. 3 Std. insgesamt)!

Hengifoss (oben) und Litlanesfoss (unten)

Hengifoss (oben) und Litlanesfoss (unten)

Der Hengifoss mit seinen roten Sedimentschichten

Der Hengifoss mit seinen roten Sedimentschichten

Vom Hengifoss machen wir noch einen Abstecher hinunter in den Fjord nach Seyðisfjörður, dem vielleicht schönsten Ort der Ostfjorde. Der Fjord ist bis zu 4 Kilometer breit und reicht 16 Kilometer weit ins Land. Im Fjord liegt der isländische Hafen der Autofähre Norröna, der einzigen, die Island über Dänemark und die Färöer mit dem europäischen Festland verbindet.

Blick auf den Fjord Seyðisfjörður

Blick auf den Fjord Seyðisfjörður

Panorama von Seyðisfjörður

Panorama von Seyðisfjörður

Hotel Snæfell in Seyðisfjörður

Hotel Snæfell in Seyðisfjörður

Kirche in Seyðisfjörður

Kirche in Seyðisfjörður

Weiter geht es durch beeindruckende Mondlandschaften (Lavawüsten) Richtung Myvatn – dem Mückensee (wir haben aber fast gar keine Mücken getroffen – muss an der Jahreszeit liegen!).

Der Norden Islands - links oben der kleine blaue Fleck ist Mývatn, rechts im Fjord liegt Akureyri

Der Norden Islands – links oben der kleine blaue Fleck ist Mývatn, rechts im Fjord liegt Akureyri

Der Norden mit der Mývatn-Region (links) aus einer anderen Perspektive

Der Norden mit der Mývatn-Region (links) aus einer anderen Perspektive

Lavawüste oberhalb Mývatn

Lavawüste oberhalb Mývatn

Lavawüste mit Blick Richtung Mývatn

Lavawüste mit Blick Richtung Mývatn

Stop beim Hochtemperaturgebiet Hverir vor der Passhöhe Námaskarð (410 m). Das Gebiet zeichnet sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Thermalquellen, kochender Schlammtümpel und Schlammtöpfe, sowie Fumarolen und Solfataren aus. Etwa acht Kilometer nördlich befindet sich der Zentralvulkan Krafla.

Hochtemperaturgebiet Hverir

Hochtemperaturgebiet Hverir

Hochtemperaturgebiet Hverir

Hochtemperaturgebiet Hverir

Weiter am Mývatn vorbei zum Ferienhaus Reykjalundur im Tal Fnjoskadalur in Nordisland. Nach Akureyri sind es ca. 50 km. Feierabend auf der Terrasse!

Ferienhaus Reykjalundur

Ferienhaus Reykjalundur

Ferienhaus Reykjalundur - ein Häuschen im Grünen

Ferienhaus Reykjalundur – ein Häuschen im Grünen

06.07.2012
Erst mal mussten wir Terrasse und Hot Pot vom Vogeldreck reinigen und den Hot Pot in Betrieb nehmen, Ganz schön anstrengend im Urlaub! Aber mitten im Grünen in splendid isolation!

07.07.2012
Relaxen! Wanderung am Fluss entlang, Fahrt nach Akureyri zum Einkaufen, anschließend  dort zum Essen im Rub 23, einem angesagten Restaurant.

08.07.2012
Mývatn-Tour mit Besichtigung des Wasserfalls Godafoss an der 1 Richtung Mývatn, Wanderung im „frischen“ und überall noch dampfenden Lavagebiet Leihhujúkur des letzten Krafla-Ausbruchs, der von 1975 bis 1984 die sogenannten Mývatn-Feuer auslöste (mit Pylsa-Hotdog-Stand!), Überall Geothermie. Anschließend baden im Mývatn Nature Bath – super! Auf der Rückfahrt kurzer Spaziergang bei den Pseudokratern am Mývatn.

Der Goðafoss

Der Goðafoss

Geothermie

Geothermie

Lavagebiet Leihhujúkur

Lavagebiet Leihhujúkur

Lavagebiet Leihhujúkur

Lavagebiet Leihhujúkur

Geothermie

Geothermie

Mývatn Nature Bath

Mývatn Nature Bath

Mývatn

Mývatn

Pseudokrater am Mývatn

Pseudokrater am Mývatn

09.07.2012
Fahrt nach Raufarhövn ganz oben im Norden – fast am Polarkreis!
Auf der Fahrt Besichtigung des Wasserfalls Godafoss und des größten Wasserfalls Europas, Dettifoss (heute ohne Kamera).

Godafoss

Godafoss

Rückfahrt/Weiterfahrt auf extrem schlechter Schotterpiste auf der anderen Seite des Canyons, zweiter Wasserfall unterhalb des Dettifoss, der Hafragilsfoss, wunderschöner Blick vom Parkplatz oben auf Wasserfall und Canyon!

Der Hafragilsfoss

Der Hafragilsfoss

Der Hafragilsfoss

Der Hafragilsfoss

Danach “etwas” bessere Schotterpiste bis zum Zwischenstopp an der Tankstelle Ásbyrgi. Wanderung in “Odins Fußabdruck” bzw. auf dem Felsen in der Mitte davon.

Ásbyrgi

Ásbyrgi

Weiterfahrt über den deprimierenden „Krabbenort“ Kopasker (Krabben gab’s dort keine – jedenfalls nicht für ahnungslose Touris! – nach Raufarhövn, Übernachtung in der ehemaligen Unterkunft der Heringsarbeiterinnen am Hafen – außen trostlose Baracke, innen schön renovierte große Zimmer und ein supernetter und gesprächiger Wirt. Gutes Fischabendessen.(www.hotelnordurljos.is)

Anschließend Spaziergang zum „Arctic Henge“, einem Stonehenge nachempfundenen Projekt, das wegen fehlender Mittelo des Hotelwirts aber wahrscheinlich später fertig wird als die familia sacrada in Barcelona! (www.arctichenge.is)

Gestört werden wir von Scharen böser Küstenseeschwalben, die uns die Störung übelnahmen. Schlimmer erwischte es später J., der nachts noch mal allein mit der Kamera los “musste”, um vielleicht doch noch was von dem Feeling der völlig hinter Wolken versteckten Mitternachtssonne zu erleben. Es endete mit sehr aggressiven und im wahrsten Sinne des Wortes „beschissenen“ Vogelattacken, Regen und Kälte – fluchtartige Rückkehr ins Hotel. Mitternachtssonne nah am Polarkreis mit freier Sicht aufs Meer – gibt’s die hier überhaupt oder verspricht das nur der Prospekt?

Hotel in Raufarhövn

Hotel in Raufarhövn

Arctic Henge

Arctic Henge, Foto: https://www.facebook.com/ArcticHenge

Raufarhövn um Mitternacht

Raufarhövn um Mitternacht

Der Leuchtturm von Raufarhövn um Mitternacht

Der Leuchtturm von Raufarhövn um Mitternacht

10.07.2012
Am nächsten Tag nach einem Frühstück – leider ohne Obst – ging’s dann Richtung Húsavík zum Whale Watching – the weather rather bad! Unter normalen Umständen hätte J. – obwohl gebürtiges Nordlicht – da niemand aufs Schiff gekriegt. Wir hatten telefonisch reserviert für die Vierstunden-Fahrt um 16 Uhr: Whale-Watching, Birds and Sailing – das Ganze auf einem alten, top renovierten, Zweimast-Schoner aus Eiche. Die Firma heißt North Sailing und ist der anderen (Gentle Giants) auf jeden Fall vorzuziehen! Wir aßen noch unsere mögliche Henkersmahlzeit im Restaurant Gamli Baukur am Hafen, drehten eine Runde durch den Ort, waren noch in einem Café und dann ging’s zum Pier. The Weather was rather bad… Wir bekamen mächtige Seemanns-Overalls verpasst, in die J. kaum alleine reinkam. Und dann los bei Seegang und noch schlechteren Wetteraussichten. Was soll ich sagen: Es war geil! Wetter war egal. Einen Seemann kann das nicht erschüttern! Wir haben mindestens 6 (Buckel-) Wale gesehen – und dann noch der Segeltörn auf der Rückfahrt unter vollen Segeln mit 6 Knoten! Zur Belohnung fürs Mithelfen der “Mannscahft” gab’s Zimtschnecken, heißen Kakao und einen kräftigen Schuss 40%-igen Stroh-Rum vom Käptn dazu! Ein Supertag! Rückfahrt ins Ferienhaus…

Der Hafen von Húsavík

Der Hafen von Húsavík

Mit dem Schoner auf Walfang.

Mit dem Schoner auf Walfang.

Unser Schoner - zuerst noch mit Motorkraft, später unter Segeln!

Unser Schoner – zuerst noch mit Motorkraft, später unter Segeln!

Papageientaucher - leider nur von einem Plakat abfotografiert - nix war's mit "Birds Watching" aus der Nähe: Die Vogelinsel haben wir nur passiert.

Papageientaucher – leider nur von einem Plakat abfotografiert – nix war’s mit “Birds Watching” aus der Nähe: Die Vogelinsel haben wir nur passiert.

Dafür gab's aber Buckelwale - sogar mehrere!

Dafür gab’s aber Buckelwale – sogar mehrere!

Unter Segel mit 6 Knoten!

Unter Segel mit 6 Knoten!

Zur Belohnung gab's Rum vom Käptn

Zur Belohnung gab’s Rum vom Käptn

10.07.2012
Ruhe- und Schlampeltag im Ferienhaus und Umgebung.

Unsere Ferienwohnung Reykjalundur

Unsere Ferienwohnung Reykjalundur

Abendstimmung

Abendstimmung

Softeis am Campingplatz, schöner Waldwanderweg (!), mittags Fahrt nach Akureyri zum Sushi-Essen im Rub23, anschließend in einem netten Kaffi. Auf der Rückfahrt noch ein Kaffi in einem alten Schulhaus besucht und leckeren Rhabarbercrumble gegessen, Koffer gepackt und Wohnung geputzt.

Sogar Wald gab's hier!

Sogar Wald gab’s hier!

Kaffi im alten Schulhaus

Kaffi im alten Schulhaus

12.07.2012
Wohnung herrichten, Fahrt nach Akureyri, Autorückgabe (Schlüssel in Briefkasten werfen), langes Warten auf den Rückflug nach Reykjavik im Mini-Flughafen. Wackliger Rückflug mit einer kleinen Maschine über den Gletscher Langjökull nach Reykjavik.

Wackliger Rückflug über den Langjökull nach Reykjavik.

Wackliger Rückflug über den Langjökull nach Reykjavik.

Luftaufnahme

Luftaufnahme

Nach der Ankunft am Inlandsflughafen Reykjavík (isl. Reykjavíkurflugvöllur) haben wir unser Gepäck mit Gepäckwagen zu Fuss zum BSI-Busterminal geschoben (Plackerei!), dann mit dem Flybus nach Keflavík. J. hat mit dem Taxi die Wäsche am Hotel Alex abgeliefert. Stumpfsinnige Warterei am Flughafen…Erst zwei Stunden vor dem Abflug machten die Check-In-Schalter auf. Problem beim Einchecken: Rucksack aufmachen – J. hatte vergessen, sein Taschenmesser aus dem Rucksack zu nehmen, Komplikationen…Es nahm dann ein Paar aus Stuttgart in seinem Koffer mit. Sehr nettes hilfsbereites Flughafenpersonal, aber scharfe Kontrollen, wie ich sie noch nie erlebt habe.

13.07.2012

Auf Wiedersehen in Island!

Auf Wiedersehen in Island!

0.05 Uhr Rückflug nach Stuttgart nach längerem Warten auf dem Flugfeld (man sagte uns: Flugplanprobleme, angeblich wg. der Öffnungszeiten des Stuttgarter Flughafens!). Beim Flug wunderschöne Rotfärbung des Himmels von der Mitternachtssonne, S. schlief kurz, J. stand im Gang wg. Platz- und Knieproblemen… Nach 3 ½ Stunden waren wir dann wieder in Stuttgart – mein Taschenmesser bekam ich auch wieder! Und das Wetter war auch schlecht! Wieder daheim…

Ein Super-Urlaub ging zu Ende! Island – wir kommen wieder!

Fotos vom Widerstand gegen das Milliardengrab S 21

Die Fotos in der Bildergalerie vom Widerstand gegen das Wahnsinnsprojekt und Milliardengrab Stuttgart 21 habe ich zwischen 2010 und 2012 auf verschiedenen Demonstrationen und Kundgebungen fotografiert – manche noch mit meiner kleinen Canon Ixus 990 IS, die meisten mit der Nikon D300s und dem Zoomobjektiv AF-S Nikkor DX 16-85 mm/1:3.5-5.6 G ED.

Dies ist nur eine kleine Auswahl meiner S 21-Fotos. Weitere Fotos gibt es auch auf meiner fotocommunity-Seite

Aller Anfang ist schwer!

Ich habe gerade mit einiger Mühe mit WordPress meine erste Website gebaut (WordPress-Slogan: “Feel like a rockstar!”). Vieles ist noch rudimentär, noch nicht fertig, manches sicher noch vorläufig, weil nicht schön. Auch Fehler kann ich nicht ausschließen. Das ganze Projekt ist noch im Werden. Ich bitte um Verständnis! Wie heißt es in der Werbung einer Einzelhandelskette: Jeden Tag ein bißchen besser…

Jürgen Klose